Pierluigi Billone
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Grundsätzliche Instabilität (Instabilità fondamentale)

Allgemeine Prinzipien - Bludenz 2002

Pierluigi Billone


1.
Die Erscheinung verändert ein Kräftegleichgewicht.
Die Energiedifferenz, welche die Erscheinung begleitet, ist eine hörbare Schwingung, und kann von anderen zweitrangigen Präsenzen verkörpert werden:

  • Begleitende Präsenzen
  • Angeloi (besondere Zeichen, die der Erscheinung vorausgehen)


2.

Ein isolierter Zustand schließt andere Zustände ein/aus.
Das Ausgeschlossene ist eine latente Präsenz,
die schwingt und erscheinen kann.


3.

Ein stabil-konstanter Zustand
ist eine momentane Aufhebung der Instabilität
mit einer einzigartigen und besonderen rhythmischen Rolle und Bedeutung.
Die aufgehobene Instabilität erscheint eventuell
in anderen Präsenzen

4.
Die Gestaltung oder das Fehlen von Gestaltung
ist ein momentaner Energiezustand.
Gestaltung, Umgestaltung und Transformation sind momentane Abstufungen.


5.

Der Zustand einer Präsenz

  • kann auch der umgestaltete Zustand einer anderen Präsenz sein
  • kann sich in einen anderen Zustand verwandeln


6.

Grundsätzliche Verdoppelung:
Verschiedene Quellen können ein und dieselbe Präsenz erscheinen lassen.
Selbst wenn sie es gleichzeitig tun,
bleiben sie unterschieden, und offenbaren sich als *Raum.


7.

Eine Präsenz, die als untrennbare Einheit erscheint,
kann aus scheinbar unvereinbaren Zuständen gebildet sein.


8.

Jegliche Energieoszillation

  • ist die Spur einer schon erfolgten oder möglichen Veränderung
  • ist die Spur von Verbindungen zu anderen Präsenzen
  • ist die Spur der Nähe anderer Präsenzen
  • zeigt eine mögliche noch nicht offenbare Inhomogenität


9.

Der Verlauf einer Erscheinung kann sich dahin auch entwickeln durch:

  • ein momentanes Verschwinden
  • eine nachträgliche Bewegung oder Energieentladung


10.

Die Schichten einer Präsenz sind unvorhersehbar.
Der Verlauf ihrer Erscheinung ist unvorhersehbar.


11.

Die Umgestaltung einer Präsenz ist unvorhersehbar
und hat rhythmische Bedeutung.


12.

Jede Präsenz verkörpert eine rhythmische Dimension.
Jede Präsenz ist ein Kosmos.


13.

Bei der Zustandsveränderung geschieht ein qualitativ-quantitativer Energieunterschied:

  • aufs Spiel gesetzt wird der gesamte undefinierte Sinn des mechanischen, motorischen, räumlichen, beziehungsmäßigen Abstands
  • die Veränderung kann eine Spur des Kontaktes mit einer anderen rhythmischen Dimension sein
  • und das ist eine undefinierte Spur


14.

Der Mittlere Pol einer Oszillation         OoO
kann der momentane Mindestgrad
einer Oszillation nach einer unvorhersehbaren Dimension sein.


15.

Jede Präsenz ist unvorhersehbar instabil.
Jede Präsenz ist unvorhersehbar stabil.


16.

Scheinbar unvereinbare Nachbarschaften
(Zustände, Polaritäten, fremde Dimensionen)
bezeichnen eine wirksame rhythmische Verbindung, die anderswo erscheint.


17.

Tiefe:
Im Erscheinungsraum einer Präsenz kommen andere zweitrangige Präsenzen vor

  • in Bezug zur vorherrschenden Präsenz (Vorlage)
  • scheinbar ohne Bezug


18.

Die (Re)-sonanz offenbart eine unbekannte Schichtung der Präsenz:

  • A-sonanz
  • Sonanz
  • Weitere mögliche In-Sonanz
  • Vor/Nach-Sonanz
  • Kon-Sonanz
  • Diss-Sonanz

Der Bezug zwischen Präsenz und Sonanz ist instabil und offen.
Die Sonanz kann eine eigene Entwicklung haben